Als Einzelner kann man sowieso nichts an der Welt ändern.

Während ich zwar der Aussage, dass man als einzelner Mensch durch sein eigenes Kaufverhalten vermutlich nahezu keinen direkt Einfluss auf das Kaufverhalten „der Allgemeinheit“ hat zustimme sollte man, wenn man dieses Argument als Rechtfertigung einer unveganen Lebensweise verwendet, dann mit der Einstellung konsequenterweise auch nicht wählen gehen, denn meines Erachtens lässt sich diese Argumentation 1:1 darauf übertragen.

Schafft eine einzelne Person es aber vorzuleben, dass ein Leben ohne Tierprodukte gar nicht so unmöglich ist, woraufhin sich andere ebenfalls dazu entschließen tierproduktfrei zu leben spiegelt sich das dann früher oder später auch in einer niedrigeren Anzahl an leidenden und getöteten Tieren wieder.

Und umso mehr Leute vegan leben, desto einfacher wird es letztlich auch für die breite Masse auf diesen Zug aufzuspringen. Beispiel: Dass es bei Aldi Sojamilch gibt wäre früher nicht denkbar gewesen.

Wenn mit dem Argument gar nicht gemeint ist, dass das Verhalten einiger weniger keine Auswirkung auf den Gesamtmarkt habe, sondern, dass es zwar Auswirkungen gäbe – beispielsweise, dass ein bisschen weniger Tiere gequält und geschlachtet werden, aber dass trotzdem noch unglaublich viele Tiere gequält und geschlachtet werden und daraus dann geschlussfolgert wird, dass es letztlich sowieso egal ist was man als einzelner macht, dann kann man konsequenterweise auch andere Verhaltensweisen damit rechtfertigen. Wie wär’s damit Menschen zu ermorden? Passieren ja sowieso so viele Morde auf der Welt, dass der ein oder andere mehr nichts mehr ausmacht…

An der Stelle muss ich aber eingestehen, dass ich selbst häufig leider ein Pessimist, anstatt Vorbild für andere bin. Und ich muss auch eingestehen, dass ich mich auch anpasse, wenn ich keine andere gangbare Möglichkeit mehr sehe. Ohne Not und Zwang für etwas das ich als so sehr falsch erachte jedoch eigenes falsches Handeln mit einem derartig fadenscheinigem Argument zu rechtfertigen käme mir nicht in den Sinn.

PS: Bezüglich der Macht der Verbraucher finde ich den Boykott von Shell im Jahr 1995 erwähnenswert. Schade daran ist aber, dass Greenpeace die Zahlen gefälscht hat.

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